GEW NRW neu denken: Wir müssen reden

Für guten Dialog in der Bildungsgewerkschaft

Wenn die Bildungsgewerkschaft gut aufgestellt in die Zukunft gehen will, muss sie sich verändern. Wie schärfen wir das Profil der GEW NRW? Wie stellen wir eine starke Basis auf? Wie wollen wir miteinander kommunizieren und arbeiten? Drei Anregungen zur Einstimmung.

Guter Dialog benötigt Verbindlichkeit

„Für uns Lehramtsanwärter*innen hieß es im Studienseminar zu Beginn: ‚Probieren Sie sich aus. Fehler machen ist erlaubt.‘ Nach dem ersten Unterrichtsbesuch aber machte mich der Fachleiter direkt lang, ich sei zu kumpelig, ohne natürliche Autorität. Die Angst vor Auswertungen wurde ich nicht mehr los.“

Wer einen guten Dialog erleben möchte, braucht verbindliche Absprachen, auf die man sich verlassen kann. Gleichermaßen wichtig ist Sorgfalt im Umgang miteinander: Haben wir genau hingehört und wirklich verstanden, worum es unserem Gegenüber geht?

Der Zukunftsdialog der GEW NRW braucht ebenfalls Verbindlichkeit. Sie ist eine wichtige Voraussetzung und eine Chance, im Zukunftsprozess der Bildungsgewerkschaft gemeinsam im Dialog wichtige Eckpfeiler zu definieren und umzusetzen.

 

Guter Dialog braucht Offenheit

„Beruflich und privat ist gerade viel los. Und dann sind Kolleg*innen auch noch krank oder im Urlaub. Wie soll ich meine Erziehungsaufgaben in der Kita im Moment bloß meistern?“

Jede*r von uns kennt belastete oder sogar überlastete Kolleg*innen wie in diesem fiktiven Beispiel: Lehrkräfte oder Erzieher*innen, die sich im Grenzbereich des Möglichen fühlen. Aber darüber offen sprechen? Andere scheinen das doch auch zu schaffen. Sollte ich mich in meiner Not jemandem anvertrauen? Dem Personalrat vielleicht?

Nicht über berufliche Belastungen zu sprechen, ist die schlechteste Lösung. Mit einem offenen Gespräch ergibt sich die Chance zum Dialog und zur Veränderung. Findet Dialog in einem vertrauensvollen Klima statt, ist nicht nur Entlastung möglich. Es können sich auch (neue) Lösungen abzeichnen.

Offenheit ist auch eine wichtige Voraussetzung für den Zukunftsdialog der GEW NRW: Es wird darauf ankommen, offen zu sein für neue Lösungen und Sichtweisen.

 

Guter Dialog hat Ergebnisse

„Lange Rede – wenig Sinn. Irgendwann hatten alle alles einmal gesagt, wenn auch jede*r mit eigenen Worten. Das war die Quintessenz. Mehr Ergebnisse gab es nicht. Das war irgendwie vergeudete Zeit.“

Welches Thema es auch ist: Kommunikation ohne Ergebnisse ist das Gegenteil eines guten Dialogs. Deshalb braucht jeder Dialog einen guten Arbeitsrahmen, der es möglich macht, über wichtige Themen sprechen sowie Ergebnisse und Vereinbarungen sichern zu können.


Bianca Bendisch und Gregor Schnittker
gehören zum Team von IKU_Die Dialoggestalter und moderierten die GEW-aktiv-Tagung in Duisburg.

Illustration: iStock.com / VictoriaBar

 

GEW-aktiv 2019: Hier fängt die Zukunft an

Die GEW NRW neu denken: Damit haben wir bei der GEW-aktiv-Tagung vom 7. bis 9. September 2019 begonnen. Zum Schuljahresauftakt trafen sich in der Duisburger Mercatorhalle 260 aktive Kolleg*innen aus den Stadt- und Kreisverbänden der Bildungsgewerkschaft. Gemeinsam warfen sie einen Blick auf die jetzigen Themen und Strukturen ihrer Organisation und entwickelten erste Ideen für einen Neustart der GEW-Arbeit. Damit das klappt, gibt es kommunikative Unterstützung: IKU_Die Dialoggestalter aus Dortmund.

 

IKU_Die Dialoggestalter

Um die GEW NRW zukunftsfest zu machen, hat sich die Bildungsgewerkschaft Unterstützung geholt: IKU_Die Dialoggestalter. Wer verbirgt sich dahinter?

IKU bringt Menschen mit unterschiedlichen Standpunkten miteinander ins Gespräch. Wie eine Agentur entwickelt IKU für Kunden bundesweit Kommunikationsstrategien, sorgt in Bürgerbeteiligungsprozessen für die nötige Transparenz und löst Konflikte und Krisen in festgefahrenen Situationen. Die Menschen hinter IKU bilden gemeinsam das größte Moderator*innenteam in NRW und sind Profis für (Kommunikations-)Methoden.

Vom Strategieworkshop in kleinem Rahmen bis zur Großgruppenveranstaltung mit 10.000 Teilnehmer*innen. Für jeden Kunden findet IKU die optimale Kommunikationsmethode – auch für die GEW NRW. Die Dialoggestalter werden uns dabei begleiten, unsere Zukunftsthemen gemeinsam zu identifizieren und zu bearbeiten. IKU gestaltet für uns den methodischen Rahmen, damit wir einen konstruktiven, guten Dialog führen können.

 

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